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Berlin/Potsdam – Am heutigen Dienstagabend wurden in Berlin vom Medienboard Berlin-Brandenburg die Kinoprogrammpreise verliehen. Zum zweiten Mal in Kooperation mit der Deutschen Filmakademie. Prämiert wurden die besten Jahresfilmprogramme von herausragenden Kinomachern in Berlin und Brandenburg. Die 37 Prämien sind mit 269.000 Euro dotiert und wurden von Medienboard-Geschäftsführerin Kirsten Niehuus überreicht: „Schaut auf diese Kinos! Sie werden auch zukünftig die Premium Location für Kinofilme sein. In Berlin sind die Kinos essentieller Bestandteil der kulturellen Vielfalt und im Flächenland Brandenburg besondere kulturelle Highlights, oft auch einzige Kulturbastion weit und breit. Herzlichen Dank an alle, die Filme noch schöner machen!"
Christiane Paul, Vorstandsmitglied der Deutschen Filmakademie, ist überzeugt, dass "wenn Preise für besondere Kinoprogramme vergeben werden, dann können das nur Preise für besondere Kinomacher sein. Preise für Persönlichkeiten, die sowohl ihre Kinos lieben als auch ihr Publikum, dem sie wiederum Programme anbieten, die auch aus Liebe und Leidenschaft entstehen."

Kinoprogrammpreis 2014 breit
Die Preisträger des mit 12.000 Euro dotierten Kinoprogrammpreises 2014 sind für Berlin die Kinos: Central, Eiszeit, Lichtblick, das fsk, Hackesche Höfe, Moviemento, Sputnik Kino, Kino in der Brotfabrik, Bali und Union. Prämien in Höhe von 8.000 Euro erhielten: Filmtheater am Friedrichshain, Krokodil, Regenbogenkino und Delphi-Filmpalast. Preise in Höhe von 5.000 Euro wurden vergeben an die Kinos: Tilsiter Lichtspiele, Xenon Kino, Passage Kino Neukölln, Kino Zukunft, ACUD und Filmkunst 66. Weitere Preise in Höhe von 2.500 Euro gingen an: Kino Kiste, Kino Toni & Tonino, das Bundesplatz-Kino und den Filmrauschpalast.
Die Auszeichnung des mit 12.000 Euro dotierten Kinoprogrammpreises 2014 erhielten für Brandenburg die Kinos: Capitol (Königs-Wusterhausen), Thalia Arthouse Kinos (Potsdam) und das Multikulturelle Centrum Templin. Prämien in Höhe von 8.000 Euro gingen an Union (Fürstenwalde) und Obenkino (Cottbus). Filmtheater Astoria (Wittstock/Dosse) und Weltspiegel (Cottbus) wurden mit Preisen in Höhe von 5.000 Euro geehrt. Weitere Preise in Höhe von 2.500 Euro wurden dem Weltspiegel (Finsterwalde), Hofgarten (Belzig), Fontane-Kino (Brandenburg/Havel), FilmforUM (Schwest), den Spreewald Lichtspielen (Lübben) und den Parklichtspielen (Buckow) überreicht.
Insgesamt hatten sich 52 Kinos um die Preise beworben. Der Jury gehörten Anke Leweke (Filmjournalistin und Radioeins-Moderatorin), Jürgen Fabritius (Filmmarketing-Experte und HFF-Professor), Astrid Muckli (Kinobetreiberin aus Niedersachsen), Christopher Bausch (Kinobetreiber aus Aschaffenburg) und Christian Berg (Kinobeauftragter des Medienboard Berlin-Brandenburg) an.
Im Anschluss an die Preisverleihung wurde in einer exklusiven Preview der Film „A Most Wanted Man" gezeigt. Der letzte Film mit dem Schauspieler Philip Seymour Hoffman unter der Regie von Anton Corbijn, der unter anderem in Berlin gedreht wurde, wird ab 11. September 2014 im Verleih von Senator in die Arthouse-Kinos kommen.
Bereits zum zweiten Mal konnte das Multikulturelle Centrum Templin einen der mit 12.000 € dotierten Hauptpreise gewinnen. In der Jury-Begründung heißt es: „Ob für die Berliner Landschwärmer oder die Bewohner Templins und seiner Umgebung, ob für Jung oder Alt, ob für den Arthouse-Freak oder den Gelegenheitskinogänger, die Kinomacher des MKC haben ein Händchen für jeden Geschmack und Bedarf. Der Wille und Wunsch, gleichermaßen für Qualität und Publikumsnähe zu sorgen, hat erneut eine vielfältige, alle Genres präsentierende Programmmischung hervorgebracht."
2011 konnte das Multikulturelle Centrum sein Kino digitalisieren und auch eine 3D-Anlage einbauen. So konnte der Kinostandort nicht nur erhalten sondern durch die Einführung von 3D auch nachhaltig gestärkt werden, denn sowohl Umsätze wie auch Besucherzahlen sind nach der Investition deutlich nach oben gegangen. 2013 konnte der Verein sein 20jähriges Bestehen feiern und auch 100 Jahre Kino an diesem Standort. Damit diese für Brandenburg seltene starke Tradition weitergeführt werden kann, sind nun weitere Investitionen notwendig, den der Wandlungsprozess im Kino geht unausgesetzt weiter. Um in der Konkurrenzsituation der neuen medialen Vielfalt als traditioneller Anbieter von Film zu bestehen müssen sich die die Kinos ständig weiterentwickeln. Die Stadt Templin plant jetzt gemeinsam mit dem MKC die Sanierung des Hauses. Und auch die Prämiere sollen in weitere Attraktivierungsmaßnahmen am Haus investiert werden.

weitere Informationen:

Carena Brenner & Mareike Jung
Presse und Kommunikation
Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH
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