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Unsere Kulturtourreise 2017 war ein voller Erfolg. Pünktlich um 12:30 Uhr startete unser vollbesetzter Bus mit 60 Personen in die alte Hansestadt. Das Angebot des Kulturvereins steht Mitgliedern wie Nichtmitgliedern gleichermaßen offen. Der 11.11., für uns Beginn der Karnevalssaison, ist in Polen Nationalfeiertag! Schon am Stadtrand von Szczecin begrüßten uns die ersten Flaggen.

Auf gehts zum Konzert.NewsAuf geht's zum Konzert. (Fotos: Frese, MKC)

Nach nur 1,5 Stunden Fahrzeit erreichten wir das Stadtzentrum von Szczecin und tranken am Ufer der Oder ganz in der Nähe der berühmten Hakenterrasse Kaffee. Danach ging's auf zur Stadtrundfahrt mit Marcin Kuta, unserem Reiseführer. Seine Eltern waren einst Teil der Solidarnosc-Bewegung und deshalb nach Lübeck immigriert, wo sie heute noch leben. Kein Wunder also, das Marcin als Wanderer zwischen den Welten nicht nur sehr gut deutsch spricht sondern sich auch in den deutschen und polnischen Geschichte sehr gut auskennt. Nach seinem herzerfrischen Vortrag, der Fußballergebnisse wie Wohnungsmieten in Szczecin nicht aussparte, ging es weiter ins Museum Przelomy, übersetzt „Umbruch", dass sich der polnischen Geschichte von 1939 bis 1989 mit Schwerpunkt Szczecin widmet. Von der Zeit der deutschen Besetzung über die Verschleppung der Polen während der Stalinzeit bis zum Ende der Solidarnosc-Bewegung eröffnete sich uns eine eindrucksvolle Museumslandschaft. Ein unterirdisches Museum, in dem man quasi zur Geschichte hinabsteigt. Fast alle Informationen waren in Polnisch, Englisch und Deutsch verfügbar. Und auch über die Arbeiteraufstände in Stettin vor der Zeit von Solidarnosc, die sich ja auch auf dem Platz darüber abspielten, gab es eindrucksvolle Berichte. Nach einem gemütlichen Abendessen und interessanten Gesprächen ging es zur Filharmonia, die zum Nationalfeiertag ebenfalls in rot-weiß erstrahlte. Das Haus nahm uns von der ersten Minute mit seiner atemberaubenden Architektur für sich ein. Vor allem die sagenhafte Akustik im Saal wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. Manche Restaurant-Leistung des Tages war noch verbesserungswürdig, aber die Stadt scheint über eine besonders ausgeprägte Konditoren-Tradition zu verfügen. Sogar in der Filharmonia wurden die besten und leckersten Törtchen und Biskuits angeboten. Warum eigentlich nicht jedes Jahr nach Szczecin fahren, das gute liegt doch so nah und es gibt noch so viel zu entdecken!

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